Drag-Polenta Kräuterpolentataler auf Ofengemüse

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Aus Polenta wird Drag-Polenta

6,5 Jahre Berlin Kreuzberg haben mich geprägt. Vor allem haben sie mir gezeigt, dass hier jeder sein kann wer er möchte, unabhängig von Geschlecht, kulturellem Hintergrund, Hautfarbe oder Sexualität. Die für mich schillernden Figuren des Berliner Nachtleben sind und bleiben die Dragkings & -queens. Alter Egos die erschaffen wurden um mehr Farbe, Glitzer, Glanz und Humor in das Leben zu bringen. Inspiriert von diesen zauberhaften Wesen entstand die Idee eines meiner sonst eher unspektakulären Gerichte neu zu erfinden und diesem einen neuen und dramatischen “Look” zu verpassen. 

“We’re born naked, and the rest is drag.” RuPaul

Mein “immer mal wieder” Essen ist herzhaftes Ofengemüse, dazu ein guten Olivenöl, Salz und Pfeffer, das war´s. Keine Soßen die den erdigen Geschmack der Kartoffeln, Pastinaken, Karotten und der Roten Bete verdrängen. In Deutschland gibt es tolles regionales Gemüse mit einem wundervollen Aroma. Im Ofen zubereitet, leicht karamellisiert durch die Hitze, bekommt das Gemüse einen fabelhaften Geschmack. Dazu esse ich sehr gerne Polenta.
Lange Zeit wurde Polenta als „Arme-Leute-Essen“ verschrien und war nicht gerade der Inbegriff der Haute Cuisine. Aber da ich von Labels nicht viel halte und es viel spannender finde mir zu überlegen wie man “einfaches” Essen interessanter gestalten kann, habe ich mir die Polenta und das Ofengemüse geschnappt und versucht dieses Gericht neu zu erfinden, ihm schöne Kleider angezogen und es geschmacklich etwas vielfältiger gemacht. So entstand die Idee für meine Drag-Polenta.

Drag-Polenta, 2016. © Christian Kuhn

Drag-Polenta, 2016. © Christian Kuhn

Bevor ich jetzt lange um den heißen Brei schreibe, kommt hier mein Rezept für dieses würzig-herzhafte und vegane Gericht.

Menge ca. 4 Pers | Vorbereitung 1 Std. | Kochzeit  1 Std.

Zutaten

Kräuter-Polenta

  • 250 g Maisgrieß
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Bund Thymian
  • 4 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • Öl zum Braten
  • 5 EL Olivenöl

Ofengemüse

  • 4 Mittelgroße Kartoffeln
  • 1 große Rote Bete
  • 2 Karotten
  • 2 Pastinaken

 

Zubereitung der Polenta

 

  1. Am besten ihr beginnt mit der Zubereitung der Polenta. Hierfür den Knoblauch pressen, in die Gemüsebrühe geben und in einem großen Topf erhitzen.
  2. Schalotten scharf anbraten.
  3. Nun den Maisgrieß zu der kochenden Brühe geben und ständig rühren.
  4. Wenn die gesamte Brühe zum Maisgrieß hinzugegeben wurde die Hitze reduzieren und den Maisgrieß unter regelmäßigem Rühren ca. 40 Minuten garen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss Abschmecken und die gehackten Kräuter und die gebratenen Schalotten hinzugeben.
  5. Nun den gegarten Maisgrieß in ein mit Öl bestrichenes Backblech geben und gleichmäßig verteilen, ca 2-3 cm dick. Nun muss die Polenta abkühlen.
  6. Die erkaltete Polenta kann man danach in die gewünschte Form schneiden bzw. ausstechen.
  7. Die Polentataler mit etwas Öl einpinseln und in einer beschichteten Pfanne ca. 3-4 Minuten beidseitig braten. Das war´s.
Drag-Polenta, 2016. © Christian Kuhn

Drag-Polenta, 2016. © Christian Kuhn

 

Zubereitung des Ofengemüses

Eine Schritt für Schritt Anleitung macht hier wenig Sinn. Einfach das gesamte Gemüse in 1 cm Dicke Scheiben schneiden, und wie auf dem Bild oben zusammenlegen. Die Rote Bete kann nach Belieben geformt und auf die Kartoffeln gelegt werden. Das restliche Gemüse gut verteilen, etwas Öl dazugeben und im Ofen 25-30 Minuten bei 180 Grad Celsius backen. Wenn es goldgelb-knusprig aussieht, könnt ihr es aus dem Ofen nehmen.

Am Ende alles schön anrichten, aus den Kartoffeln mit den Rote Bete Stempeln könnt ihr die Blütenblätter formen. Die kleinen Rote Bete- und Pastinakenscheiben ziehen sich im Ofen schön zusammen so, dass man sie wie kleine Blüten auf die Polenta setzen kann. Am Ende etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer über das Gericht geben. Auf schwarzen Tellern sieht das Ganze noch dramatischer aus und die Farben kommen besser zur Geltung.

Drag-Polenta, 2016. © Christian Kuhn

Drag-Polenta, 2016. © Christian Kuhn

Ich hoffe mein Rezept gefällt Euch. Freue mich auf eure Kommentare und wünsche Euch einen guten Appetit.

 

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