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Auf nach Kreta!

Mein bisheriges Wissen über Griechenland bewegte sich bisher irgendwo zwischen Grexit, Nana Mouskouri, gemischter Grillplatte und einigen betrunkenen Versuchen Sirtaki freihändig zu tanzen. Da der Berliner Frühling enttäuschend vor meiner Haustür vor sich hin plätscherte, beschloss ich kurzerhand und sehr spontan eine Reise nach Kreta zu unternehmen.

Lange hatte ich schon mit dem Gedanken gespielt, all die gehörten Geschichten meiner Freunde, zu meinen Erlebnissen werden zu lassen. Klares Wasser, Gastfreundlichkeit, tolles Essen, viel Sonne und einzigartige Landschaften. Als ich hier aus dem Fenster schaute festigte sich mein Entschluss und so sah ich mich selbst, irgendwann Anfang Mai, mit meinem Rollkoffer den Hermannplatz überquerend in Richtung Flughafen düsen.

Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Ein paar Stunden später…

Ich sitze in der Sonne und genieße den ersten von unzähligen Kaffees mit Blick auf das kristallklare Meer, höre Erik Satie und merke, wie das Glück durch jede Zelle meines Körpers fließt. Ich bin auf Kreta, eine Insel wie aus einem Bilderbuch. Man könnte sich diesen Ort kaum schöner vorstellen. Die Berge, das Meer, die Menschen und das unglaublich spektakuläre Essen, das man hier serviert bekommt (ein Traum für Veganer und Vegetarier). Kreta ist Urlaub für Körper und Geist. Aber Kreta kann auch anders. Am falschen Ort und zur falschen Jahrezeit kann dies auch die reinste Tourismushölle sein. Damit Euch das erspart bleibt und Ihr nur die schönen Seiten der Insel erlebt, erzähle ich euch von meinen Erfahrungen.

Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

 

Beste Reisezeit

Touristisch-attraktive Orten sollte man die Hauptreisezeit möglichst meiden. So auch Kreta. Ich war im Mai auf Kreta und fand es perfekt. Die Städte waren gut besucht aber nicht überfüllt. In den Monaten Juni-September ist es hingegen übermäßig. Sowohl in den Städten als auch an den Stränden. Wir hatten überall massig Platz, bekamen guten Service und hatten keine Probleme günstige Unterkünfte (Airbnb) oder einen Mietwagen zu organisieren.

Schattenspiele auf Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Schattenspiele auf Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Norden / Süden

Wer eine gute Mischung aus Kultur und Strandurlaub sucht und zudem am Abend gerne ein paar Menschen um sich herum hat so wie eine größere Auswahl an Restaurants, Cafés und Bars, der ist mit dem Besuch des Nordens und Südens bestens bedient. Im Norden befinden sich Städte Heraklion (Flughafen), Rethymno und Chania. Der Süden beherbergt die schönsten Strände, darunter mein absoluter Favorit Elafonissi. 

Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Chania, die Alleskönnerin

Die kleine aber vielfältige Stadt war für vier Tage unsere Basisstation. Es gibt einen schönen, jedoch touristischen Hafen der von der Altstadt umringt wird. Die meist bunten und zwei- bis dreistöckigen Häuser in den kleinen verschlungenen Gassen machen, dass man sich als Besucher von der ersten Sekunde an sehr wohl fühlt. Man kann das Meer riechen, die Menschen sind höflich und trotz der zum Teil sehr touristischen Orte findet man immer wieder kleine Ruheoasen zum ungestörten Verweilen.

Als Basis, von der aus man alles gut erreichen kann, ist Chania taktisch die klügste Entscheidung. Man kommt von hier aus schnell an schöne Strände im Norden, ist in einer Stunde in Rethymno und in ca. 90 Minuten an den Traumstränden im Süden der Insel.

Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Der Hafen von Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Der Tag in Chania

Neben einem kleinen Rundgang am Hafen und der Innenstadt konnten wir Dank unserer Gastgeberin ein paar wirklich schöne Orte entdecken. Einer meiner absoluten Favoriten ist das KOUKOUVAYA, ein Music Cafe etwas außerhalb der Innenstadt. Durch die Lage auf einem Hügel hat man eine ganz wunderbare Aussicht auf die Stadt und das Meer. Je nach Wetterlage bekommt man hier auch dramatische Wolkengebilde zu sehen, während man seinen Cappuccino schlürft und dazu einen der hausgemachten Apfel-Zimt Kuchen zu sich nimmt.

Music Cafe Koukouvaya, Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Music Cafe Koukouvaya, Chania, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Direkt am Hafen befindet sich der Sailing Club. Diese umfunktionierte Bootshalle ist jetzt ein entspanntes Café mit sehr aufmerksamen Kellner_Innen und einem tollen Ausblick. Hier trifft man vor allem Einheimische die sich etwas vom touristischen Trubel fern halten.

Chania Hafen, Kreta, Blick aus dem Sailing Club, 2016. © Christian Kuhn

Chania Hafen, Kreta, Blick aus dem Sailing Club, 2016. © Christian Kuhn

Nachtleben in Chania

Wer Party will, der bekommt Party. Die Orte machen sich durch lauten Bass und einer Menschentraube bemerkbar. Wer einfach nur Schlendern und etwas in Ruhe essen möchte, bekommt auch das. Chania ist eine sehr lebendige Stadt, vor allem in der Zone um den Hafen tummeln sich hier viele Menschen aller Altersklassen. Es gibt ganz vorzügliche Restaurants und sehr gute Bars mit Terrasse. Wer es ruhiger möchte, findet auch jenseits des Hafens tolle und ruhige Orte mit ganz sensationellem Essen (Wo man gut Essen kann, findet Ihr bei den Tipps am Ende des Artikels heraus).

Chania Altstadt bei Nacht, Fagotto Bar, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Chania Altstadt bei Nacht, Fagotto Bar, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Chania Hafen bei Nacht, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Chania Hafen bei Nacht, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Ganz entspannt in Rethymno

Ein Tagesausflug in dieses kleine Städtchen lohnt sich schon wegen des verdammt guten Essens. Aber auch die Altstadt hat ihren Charme und ähnlich wie in Chania geht es hier leider recht touristisch zu. Sehr zu empfehlen ist ein Spaziergang entlang der Promenade und vorbei am Hafen. Am Abend kann man ein paar Bier in einer der vielen Terrassen trinken und den Tag ausklingen lassen. Als Basis jedoch würde ich, wie bereits erwähnt, immer Chania bevorzugen.

Rethymno, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Rethymno, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Der Hafen von Rethymno, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Der Hafen von Rethymno, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

 

Pack die Badehose ein: Kretas Top 3 Strände

Der eigentliche Grund, warum man unbedingt nach Kreta sollte, sind die wundervollen Strände und die atemberaubende Natur. Unterschiedliche Sandarten, kristallklares Wasser und eine große Portion Sonnenschein, machen die Insel zu einem echten Erlebnis. Hier konnten wir ganz wunderbar entspannen und uns vom Stress des Arbeitsalltags erholen. Aus der riesigen Auswahl an Stränden stelle ich Euch meine TOP drei der schönsten Strände auf der Insel Kreta vor.

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Georgioupolis, endlos lange Sandstrände

Es gibt ein paar ganz schöne Strände in der Nähe von Chania und Rethymno, die es sich absolut lohnt zu besuchen. Den ersten Strand, den wir entdeckt haben, nennt sich Georgioupolis. Dieser feinsandige und 9 km lange Strand liegt zwischen Rethymno und Chania. Zum Teil ist es dort recht bebaut doch es gibt noch einen großen naturbelassenen Bereich, den ich unbedingt empfehlen möchte. Ganz in der Nähe befindet sich der Kournas See. Es gibt von dort aus wirklich schöne Ausblicke aber am See direkt geht es sehr touristisch zu. Ich finde der Besuch lohnt sich für Familien mit Kind.

Georgioupolis Beach, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Georgioupolis, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Georgioupolis, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Georgioupolis, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Kournas See, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Kournas See, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

 

Seitan Limania Beach, die versteckte Schönheit

Dieser Strand war lange Zeit der absolute Geheimtipp der Einheimischen. Dank Tripadvisor und anderen Plattformen hat sich jedoch schnell herumgesprochen, dass dieses kleine Paradies, das zudem etwas schwer zugänglich ist, existiert. Mit uns waren nur noch zwei weitere Personen dort, im Sommer ist es dort jedoch recht überfüllt. Ein Besuch lohnt sich trotzdem. Neben wundervoll türkisblauem Wasser und feinem Sandstrand ist man umringt von hohen Felswänden und kann dort, windgeschützt, in Ruhe entspannen. Für ältere Menschen und Kinder ist der Weg zum Strand sehr schwierig und auch gefährlich.

Seitan Limania Beach, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Seintan Limania Beach, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Seintan Limania Beach, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Seitan Limania Beach, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Seitan Limania Beach, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Elafonisi, die Schönheitskönigin

Der Besuch von Elafonisi bringt mich zu dem Entschluß, dass dies der bisher schönste Strand war, den ich jemals mit eigenen Augen gesehen habe. Dieser Ort ist so vielfältig und von einer wahnsinnigen Schönheit. Rosafarbener Sandstrand trifft auf glasklares, türkisblaues Wasser. Und durch die Strömung haben sich hier ganz natürlich beckenähnliche Bereiche ausgebildet, in denen man in wärmerem Wasser planschen kann. Hätten wir diesen Strand nicht erst gegen Ende unseres Urlaubes besucht, wären wir sicherlich mehrmals gekommen. Bevor ich in völlig pathetische Schreibereien verfalle lasse ich die Bilder für sich sprechen.

Elafonisi Beach, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Elafonisi Beach, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Elafonisi Beach, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Elafonisi, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Elafonisi, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Elafonisi, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

 

Mein erstes mal Griechenland war ein fulminanter Auftakt. Kreta hatte vorher schon hoch gestapelt und doch wurden meine Vorstellungen übertroffen. Nun sitze ich am Hafen, noch ein letzter Kaffee mit Blick auf dieses unsagbar schöne Blau, ein letzter Sonnenstrahl, ein tief entspanntes Lächeln und dabei denke ich mir: Kreta, ich komme ganz sicher wieder!

Rethymno, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Rethymno, Kreta, 2016. © Christian Kuhn

Getestet und geliebt:

Essen

  1. Tamam (Chania): Absolutes Lieblingsrestaurant in Chania. Unglaubliches Geschmackserlebnis. Unbedingt reservieren! Das gebackene Gemüse und die Aubergine mit Tomate und Feta sind unbeschreiblich.
  2. Ta Chalkina: Direkt am Hafen mit einer ziemlich guten Speisekarte und sehr guter Hausmannskost. Für Vegetarier und Veganer sehr geeignet. Livemusik!
  3. To Parastratima (Rethymno): Unser absoluter Favorit auf der gesamten Insel. Ein Traum für Vegetarier und Veganer. Volle Punktzahl!
  4. Vasilis (Rethymno): Sehr gute griechische Küche. Statt Pommes bekommt man hausgemachte Chips. Für Vegetarier und Veganer sehr gut geeignet.

Bar

  1. Figaro Bar (Chania): Eine Bar die ehemals Figaro hieß und die bis heute noch jeder Figaro nennt
  2. Fagotto Jazz Bar (Chania): Wer es am Abend etwas entspannter haben möchte und dabei gute Musik hören will der sollte in den Fagotto Jazz Club kommen

Cafe

  1. Sailing Club (Chania): Direkt im Hafen und mit einem tollen Ausblick!
  2. Koukouvaya (Chania): Wie schon im Artikel erwähnt hat man hier den besten Ausblick auf die Stadt und das Meer.
  3. Kaffee ohne Namen (Chania):Dieses Cafe hatte keinen erkennbaren Namen. Nur Locals, niemand spricht Englisch. Liegt direkt am Strand und man hat einen tollen Blick aufs Meer.
  4. Familia Cafe/Bar (Chania): Kleines Cafe mit Terrasse mitten in Chania. Free WIFI und netter Service. Ganz entspannt.
  5. Stretto Coffee Bar (Rethymno): Sehr, sehr, sehr leckerer Kaffee.

Falls Dir der Artikel gefällt, du noch Fragen oder Anregungen hast, würde ich mich sehr über Feedback in Form eines Kommentars freuen. Share, like & love, Christian.

Meine Kreta Crew und ich. © Christian Kuhn

Meine Kreta Crew und ich. © Christian Kuhn

 

Video

 

Last but not least: Die Kreta Playlist. Eine gemischte Tüte würde ich mal sagen…

 

 

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